Anne Spaar vom Züricher Horten-Zentrum ging der Frage nach, ob es eine Assoziation zwischen der Befolgung chirurgischer Infektionspräventionskriterien und der Rate postoperativer Infektionen gibt.
Das surgical care improvement project (SCIP) hat verschiedene Qualitätskriterien definiert, um die chirurgischen Komplikationsraten zu verringern. Sechs von neun öffentlich zugänglichen Kriterien fokussieren auf postoperative Infektionen. Die Teilnahme der Spitäler bei der Erhebung dieser Qualitätsdaten erfolgt auf freiwilliger Basis. Allerdings werden zum Teil Kostenerstattungen von Medicare und Medicaid von der Erhebung dieser Daten abhängig gemacht. Die vorliegende Studie möchte die Wirksamkeit dieser Kriterien auf die Verbesserung klinischer Outcomes untersuchen.
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Ein weiterer Artikel zum Thema findet sich beim aerzteblatt.de
Postoperative Infektionen: Qualitätskontrolle mit Hindernissen
Eine US-Initiative zur Vermeidung von postoperativen Infektionen hat die Erwartungen nicht ganz erfüllt. Die eingeforderte Antibiotikaprophylaxe laut einer Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2010; 303: 2479-2485) zwar mit einem relativen Rückgang der Infektion assoziiert. Die absolute Zahl der Komplikationen stieg jedoch an.
Das Surgical Care Improvement Project (SCIP) wurde 2006 begonnen mit dem Ziel, die Rate der chirurgischen Komplikationen bis 2010 um ein Viertel zu senken. Seither sind alle Kliniken des Landes aufgerufen, insgesamt 9 Qualitätsmerkmale bei Operationen zu melden. Diese werden zentral ausgewertet und schließlich auf einer Internetseite, dem Hospital Compare Web, veröffentlicht.
Der Vergleich mit anderen Kliniken war als Anreiz gedacht, die Qualitätskriterien zu erfüllen, schließlich haben viele Patienten bei elektiven Operation die Wahl zwischen verschiedenen Kliniken, und Krankenhäuser mit schlechten Ergebnissen könnten wirtschaftliche Nachteile erleiden. Die Teilnahmen am SCIP ist freiwillig, doch Medicare und Medicaid haben die Vergütungen von nichtteilnehmenden Kliniken um 2 Prozent gekürzt.
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