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Der Demenz davon wandern
Wandern ist ein sehr typisches Phänomen bei Demenzkranken. Manche gehen einfach im Haus herum, andere wollen nach draussen.

Mit Wandern ist zielloses Bewegen gemeint, allerdings ist eine Abgrenzung schwierig, da nicht jedes ziellos aussehende Umhergehen auch für den Betroffenen ziellos ist. Im amerikanischen Pflegediagnosesystem NANDA wird Wandern als ruheloses Umhergehen, als zielloses oder repetitives Sich-Fortbewegen und Umhergehen, das die betreffende Person einem Verletzungsrisiko aussetzt, bezeichnet.

 

Die Bewegung ist eines der Grundbedürfnisse. In gewissen Phasen der Demenz kann ein erhöhter Drang nach Bewegung auftreten. Von aussen betrachtet, scheint das Herumwandern ziellos oder ratlos. Aus Sicht des Betroffenen erfüllt es jedoch einen Zweck. Darum ist es sehr wichtig bei der Betreuung die Bedürfnisse und Probleme zu entdecken, welche zum Herumlaufen führen. Daraus können dann entsprechende Massnahmen abgeleitet werden. Dabei muss ein Konsens gefunden werden zwischen den Prinzipien „Schaden vermeiden“ und „Autonomie“. Das bedeutet, dass darauf geachtet werden muss, dass der/dem Betroffenen nichts zustösst und dies ohne zu grosses Einschränken. Ansonsten könnte es eine provokante Wirkung auf die/den Betroffene/n haben und zu Aggression oder Verwirrung führen.

 

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Quelle: Redaktion Careum Explorer, yw

Veröffentlicht: 2010-03-01

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