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15.10.2010 - 15.10.2010
Wien, Österreich
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Beiträge zur Pflegegeschichte

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Logo Kaiserswerther Diakonie
 
Erstes deutsches Pflegemuseum entsteht in Kaiserswerth
 
Auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie soll das erste Pflegemuseum in Deutschland entstehen. Das so genannte „Museum zur Kultur des Helfens“ ist ein Projekt der Fliedner-Kulturstiftung. Für mehr als eine Million Euro baut die Kaiserswerther Diakonie das denkmalgeschützte frühere Schwesternkrankenhaus Tabea aus dem Jahre 1903 zu einem Kultur- und Begegnungszentrum um. Hier werden die Fliedner-Kulturstiftung und die Kaiserswerther Schwesternschaft einziehen. 
 
 
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Spanische Grippe
 
In den Jahren 1918/19, gegen Ende des Ersten Weltkrieges, gab es weltweit eine verheerende Grippepandemie. Die „Spanische Grippe“ forderte - je nach Schätzung - 25 bis 50 Millionen Menschenleben, in Deutschland waren es über 300 000 Personen. In der Schweiz wurde über 50% der Bevölkerung von der spanischen Grippe angesteckt. Die Bezeichnung „Spanische Grippe“ ist darauf zurückzuführen, dass die ersten Berichte einer Pandemie aus Spanien kamen. Heute bezeichnet man den Erreger der Spanischen Grippe von 1918/19 als Grippevirus H1N1, wobei das H für Hämagglutinin steht und das N für Neurominidase.
Ausbreitung und Verlauf
Die schwere Pandemie verlief in den meisten Teilen der Erde in drei Wellen, so auch in der Schweiz. Die erste Welle kam 1918, die zweite und heftigere Welle in den Monaten Oktober und November 1919. Die dritte Welle folgte in den Monaten Februar bis März 1919. In Zusammenhang mit dem ersten Weltkrieg wurden die ersten Fälle 1918 an der Schweizer Grenze bekannt, dann in Soldatenlagern und schliesslich in den Dörfern...
 
 
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Dorothea Dix
 
Dorothea Dix ist im Jahre 1802 in den Vereinigten Staaten geboren, und lebte dort bis zu Ihrem 85sten Lebensjahr.
Bei einem Besuch in England und Schottland, bei dem Sie miterlebte, wie politische Veränderungen auch das Gesundheitswesen beeinflussten.
Sie nahm diese Eindrücke mit in die Vereinigten Staaten, und hinterfragte, wie mit Psychisch Kranken Menschen umgegangen wurde. Zu dieser Zeit (um 1840) wurden teilweise Privatmänner mit der Fürsorge dieser Menschen beauftragt, und so lebten die Kranken teilweise unter unwürdigen Umständen, waren angekettet in dunkle Ställe gepfercht. Dix war es möglich, durch Eingaben an die Regierung das System vollständig zu ändern.

“Als sie starb, hatte sich dank ihres Einflusses die Einstellung ... gegenüber den hilflosen und beschwerlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft grundlegend gewandelt. Dorothea Dix hatte am Beginn ihrer Tätigkeit Folterkammern vorgefunden und am Ende ihres Lebens Heilstätten verlassen.” (Hoffmann)
 
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Bildquelle: Wikipedia
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Clemensschwestern
 
In der Folge der Napoleonischen Kriege wurden im Münsterland alle kirchlich - sozialen Organisationen aufgelöst. Um die Pflege der Kranken aber weiterhin gewähren zu können wurde dieser Bereich an Laienhelfer übergeben. Jedoch war dies nicht von besonderem Erfolg gekrönt. Krankenanstalten verwahrlosten, und waren dem Verfall nahe.
1808 gründete Clemens August Droste zu Vischering die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern, mit der Aufgabe, die Kranken zuhause zu pflegen.
Als Vorbild diente ihm dabei die 1633 gegründete Genossenschaft der Töchter der christlichen Liebe welche vom hl. Vinzenz von Paul initiiert wurde. Später dann wurde den Schwestern des Ordens die Pflege der Kranken im Clemenshospital überragen. Auch über die Grenzen des Münsterlandes entwickelte sich der Orden bald. Als besondere Entwicklung ist die Schaffung der ersten Säuglingspflegeschule im Jahr 1918 zu bezeichnen.
Heute umfasst die Gemeinschaft etwa 1330 Schwestern, die in 41 Krankenhäusern aktiv sind.
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Bildquelle: Wikipedia
 
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Malteser-Ritterorden
 
Während der Ausbreitung des Islam in der Welt kam es irgendwann auch zur Übernahme Jerusalems (im Jahre 638).
Als dann im späteren Verlauf die Grabeskirche Jesu geplündert wurde, rief Papst Urban II im Jahre 1095 zum Kreuzzug auf. Bereits zu dieser Zeit gab es in Jerusalem ein christliches Hospital.
Dieses vergrösserte sich jedoch stetig, da immer mehr Pilger nach Jerusalem kamen. Aufgabe des Hospitales zu damaliger Zeit war Beherbergung, Beköstigung und Pflege von Kranken und Pilgerern. Im Jahre 1099 eroberten die Kreuzritter Jerusalem zurück, und im Rahmen der Kämpfe kam es zu vielen Verletzten, die im Hospital versorgt wurden. Die Hospitalbruderschaft des Heiligen Johannes zu Jerusalem bekam in dieser Zeit sehr viele Helfer durch Pilger, die in die Bruderschaft eintraten.
Die Bruderschaft wurde damals von Fra Gerard geleitet, der dem Leitsatz "Unseren Herren, den Kranken, zu dienen" bis heute Gültigkeit verlieh.
Die Malteser sind heute in vielfältigen Einsatzbereichen tätig. In Deutschland ist der Malteser-Hilfsdienst etabliert in den Bereichen Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Krankenversorgung sowohl als Betreiber von Krankenhäusern, wie auch ambulante Dienste.
 
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